YIN und YANG


Eine grundlegende Philosophie bei der traditionellen fernöstlichen Medizin ist das Prinzip von Yin und Yang.

Es handelt sich hier um gegensätzliche, aber einander bedingende Kräfte, welche in allem universell Existierenden vorhanden sind. Für eine geistige und körperliche Harmonie müssen beide Kräfte im ausgeglichenen Zustand sein.

Das Yin und Yang zu harmonisieren ist die Basis aller Behandlungsformen der traditionell fernöstlichen Medizin, also auch für Shiatsu, Shima, Do-In, etc.

Wenn im Körper z.B. durch Hitze erzeugte Krankheiten vorhanden sind, sollte die Behandlung kühlend sein und umgekehrt.
Yin und Yang sind abhängig voneinander und können nicht allein für sich existieren.

Yin und Yang steht beispielsweise für Kälte und Wärme, hell und dunkel, Tag und Nacht, Sommer und Winter, Himmel und Erde, weiblich und männlich, Geist und Körper, Anspannung und Entspannung.

Charakteristisch für Yin und Yang ist auch, dass sie einander verbrauchen. Als Beispiel sei hier angeführt, dass der Körper einen Teil seiner Substanz (Yin) verbrennt, um zu funktionieren und warm bleiben zu können (Yang).
Auch transformieren sich Yin und Yang gegenseitig, wie man es im natürlichen Zyklus der Verwandlung des Tages in die Nacht und wieder zum Tag sehen kann.

Für die Shiatsu-Behandlung ist daher wichtig, bereits bei der Diagnose (spüren, sehen, hören, riechen) auf das Yin und Yang des Empfangenden zu achten. Stimme, Ausdruck, Geruch, Körperspannung, Organe, etc. können bereits sehr viel über den Zustand des Klienten (Empfangenden) aussagen.

Ein erfahrener Shiatsu-Praktiker konzentriert sich also ganz besonders auf das Verhältnis von Yin und Yang in Körper und Geist, die universelle Energie (Ki), Akupunkturpunkte (Tsubos) und Meridiane (Energie- oder Leitbahnen).